Patricia Grabowski
Patienten mit gastrointestinalen Tumoren haben eine unterschiedlich gute Prognose, die am meisten vom TNM-Stadium bei Diagnosestellung abhangt. Etablierte Prognose-Biomarker, die das zu erwartende biologische Verhalten eines Tumors vorhersagen konnen, gibt es bisher nicht. In dieser Arbeit wurden als neue prognostische Marker beim kolorektalen Karzinom der periphere Benzodiazepinrezeptor (PBR), eine neuroendokrine Differenzierung, eine erhohte Sialyl-LeX-Expression, Mutationen im p53-Gen und...
Patienten mit gastrointestinalen Tumoren haben eine unterschiedlich gute Prognose, die am meisten vom TNM-Stadium bei Diagnosestellung abhangt. Etablierte Prognose-Biomarker, die das zu erwartende biologische Verhalten eines Tumors vorhersagen konnen, gibt es bisher nicht. In dieser Arbeit wurden als neue prognostische Marker beim kolorektalen Karzinom der periphere Benzodiazepinrezeptor (PBR), eine neuroendokrine Differenzierung, eine erhohte Sialyl-LeX-Expression, Mutationen im p53-Gen und eine verminderte Bax-Expression identifiziert; bei Osophaguskarzinomen und bei gastroenteropankreatischen Tumoren (GEP-NETs) das anti-apoptotische Protein Survivin in seiner nuklearen Lokalisation sowie p27 bei GEP-NETs. Die Multimarkeranalyse kann die prognostische Aussagefahigkeit noch erhohen. Der Nachweis von PBR in den Vorstufen von kolorektalen Karzinomen (Adenomen) lasst auf eine funktionelle Bedeutung des PBR in der Tumorentwicklung schliessen. Spezifische PBR-Liganden entfalten in Tumorzellinien eine wachstumsinhibierende Wirkung, besonders in Kombination mit antineoplastischen Substanzen.
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